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JAYCE LANDBERG: Articles/Magazines

Sleaze Metal Review (Deutsch)

Jünger des schwedischen Egomanen und Saitenvirtuosen Malmsteen sollten hier mal gewaltig die Ohren und den Kuli für die Einkaufsliste spitzen. Denn Erik Jacye Landberg heftet sich dicht an die Fersen des Obergurus des flotten Gitarrenspiels. Klar werden wieder die Nörgler Landberg als einen langweiligen Kopisten schelten, zudem hat er sich ja noch den ehemaligen Malmsteen/Norum-Sänger Göran Edman für sein Debüt ans Mikrofon geholt. Dennoch macht „Break the Spell“ so richtig Spaß und die Songs gehen gut ins Ohr. Manchmal weiß man selber so gar nicht warum einem ein Album gerade jetzt so gut gefällt, aber Spaß beim zuhören ist ein Faktor, welchen man nicht unterschätzen sollte.

Landberg versteht es einfach gute und starke Melodikrock-Songs zu schreiben, dazu kommt sein Gitarrenspiel, welches ihn als einen echten Könner auszeichnet. Großes Plus für Landberg ist sicher die Tatsache, dass er sich nicht auf unnötige überladene Instrumental-Songs stützt, welche ihm bei den Gitarrenfreaks Applaus einbringt, aber den meisten Käufern einfach nur auf den Zwirn geht. Lediglich mit „Kusamura“ finden wir hier ein Instrumental. Was mir auch gut an der CD gefällt, ist die Tatsache das hier das Keyboard als Stimmungsträger eingesetzt wird und nicht auf Deibel komm raus mit 08/15-Spots in den Vordergrund gerückt wird.

Songs mit geilen Gitarrensoli, einen guten Sänger, greifenden Refrains und viele Hooklines, mehr braucht es doch nicht um ein gutes Melodik-Metal/Rock-Album zu machen. Es muss auch nicht das Rad neu erfunden werden oder das Genre in eine neue Revolution gestürzt werden, das is eh lange her.

Herausragend und als Anspieltipps bieten sich Song wie „Break the Spell“, „Black Magic“, das Hooklinegespickte „Burning Bridges“ oder die schöne Ballade „Left on a Dream“ an. Dazu kommt noch eine kleine Auflockerung in Form des kurzen, in Französisch gesungenen „Dawn“, hier gibt Göran Edman das Mikrofon an Mio Jäger ab.

Gerade Edman weiß mich auf „Break the Spell“ richtig zu überzeugen. Wer mich kennt, der weiß dass ich nicht gerade zu den großen Fans des Schweden gehöre, aber hier passt er wunderbar zu den Liedern.

In Japan wurde „Break the Spell“ schon mal von Marquee Records veröffentlicht, wird jetzt aber von den britischen Melodik&AOR-Spezis von Escape Music unters Volk gebracht. Bei Labelchef Kahli Turk weiss man ja schon seit längerem das er nach der Devise: Mehr Klasse, statt Masse arbeitet.

Freunde des gepflegten Melodikrocks und Anhänger der Malmsteen-Scheiben „Fie&Ice“ und „Eclipse“ (auch hier sang Göran Edman) sollten auf jeden Fall mal „Break the Spell“ ihre Aufmerksamkeit widmen.